Der Golfsport wird immer beliebter, auch an der spanischen Küste. Wer in seinem Urlaub nicht auf sein Lieblingshobby verzichten möchte oder mit Costa Blanca und Costa Cálida mehr als nur Sonne, Strand und Wassersport verbindet, vielleicht etwas Neues ausprobieren möchte, dem bietet die nachfolgende Auflistung - geordnet von Nord nach Süd - ausreichend Möglichkeit, einen Golfclub in der Nähe zu finden.
Golfplatz Villamartin
Der Golfplatz von Villamartin ist ein "Championship Course", mit sehr hohem Prestige. Er ist der Austragungsort vom "Open Mediterrania", Turnier des europäischen Profigolfes (PGA) und vieler angesehener Amateurturniere wie das von Mercedes, JB, dem Kaufhaus El Corte Ingles, Audi, Rolex, etc. Der Club, gegründet als Aktiengesellschaft, bietet die Möglichkeit zum Kauf von Aktien, welche ihre Inhaber zur Teilnahme an vielen interessanten sportlichen und aussersportlichen Aktivitäten berechtigt und Zutritt gibt zu den verschiedensten Einrichtungen und Dienstleistungen. 

Cartagena
Neun Kilometer vom Mar Menor entfernt liegt Cartagena, ein Mekka für den Kunst- und Geschichtsfreund, eine der ältesten Städte Spaniens. Eine wahre Ballung unterschiedlicher Zivilisationen. Römer, Araber, Karthager und Byzanthiner haben dieser 2000jährigen Stadt ihren Stempel aufgedrückt. Cartagena, ein Referenzpunkt für Kultur und Geschichte. Natürlicher Hafen der Region Murcia und Mittelpunkt des sog. “Campo de Cartagena”, ein weites fruchtbares Anbauland für Gartenprodukte, das hier dank des Tajo-Segura-Projekts entstanden ist. Im Rahmen dieses Vorhabens wird Wasser aus dem Tajo in den Segura übergeleitet. Der nach Süden blickende, praktisch uneinnehmbare Hafen hat seit jeher die Geschichte der Stadt bestimmt. Nachdem die Phönizier vorstellig geworden waren, entstand hier die Hauptstadt der Karthager auf der Iberischen Halbinsel, bis sie von den römischen Truppen erobert wurde und sich in das bedeutende Carthago Nova des Römischen Reiches verwandelte. Auch Byzanz richtete hier sein Hauptquartier auf spanischem Territorium ein. Nach der Zerstörung unter den Westgoten und den ersten Einfällen der Mauren an Spaniens Küsten wird Cartagena im 13. Jh dem Königreich Kastilien zugeordnet. Im 16. Jh. findet unter der Herrschaft von Philipp II. eine neue Ausrichtung der städtischen Verteidigungssysteme statt, zu denen auch Küstenwachtürme gehören. Und während der glücklichen Herrschaft von Karl III. im 18. Jh. entstehen in der Stadt zahlreiche imposante Militärbauten. 
San Pedro del Pinatar
Die Küste des Mar Menor wird von kleinen Ortschaften bestimmt, ehemaligen Fischerdörfern, die sich jetzt eindeutig dem Tourismus verschrieben haben. Auf einer Fahrt von Norden nach Süden liegt an der nördlichen Grenze des Mar Menor die Gemeinde San Pedro del Pinatar mit einer Fläche von 21.7 km2. Die während des Jahres hier lebenden 15.200 Einwohner können sich in den Sommermonaten leicht auf 60.000 erhöhen. Der zu jeweils 50 Prozent auf Landwirtschaft und Fischerei ausgerichtete Ort beschäftigt sich gezielt mit Tourismus-Promotion in dem am Strand gelegenen Vorort Lo Pagán. Hier liegen, inmitten der Salinen, die berühmten Schlammbäder, die bei Rheumaleiden und Hautkrankheiten ihre heilende Wirkung unter Beweis stellen. Der Ort erhielt seinen Namen im 17. Jh. nach dem Bau einer kleinen Kirche, die von den Fischern dem Apostel und “Berufskollegen” Petrus gewidmet wurde. Zuvor hatte der Ort “El Pinatar” geheissen, da hier weite Wälder lagen, in denen vor allem Pinien, “Pinos” wuchsen. Im Winter fanden hier Wildschweinjagden statt. In unmittelbarer Umgebung des Ortes wurden römische Villen und vereinzelt römische Münzen gefunden, was das Vorhandensein einer römischen Siedlung vor Ort unter Beweis stellt. Die von den Römern in Angriff genommenen und betriebenen Salinen in Coterillo bilden das wertvollste Erbe. Diese Salinen sind neben den Dünen und dem La Llana-Strand eines der wichtigsten Naturschutzgebiete der Región Murcia. Hier finden u.a. der aufsehenserregende Durchflug und die Zwischenstation der rosafarbenen Flamingos auf ihrer Reise von und nach Afrika statt. Insgesamt nisten und ruhen in den Dünen über einhundert verschiedene Vogelarten. Eine Sightseeing-Tour vor Ort geht natürlich in das Museum für Archäologie und Völkerkunde, das Zentrum für Feuchtbiotope, die Fischbörse, die Salinen von San Pedro (ein Naturschutzgebiet), nach Punta de Algas, wo die Segelwindmühlen La Ezequiela und Quintín bestaunt werden können. Weitere Referenzen sind die sog.”encañizadas”, die aus Rohrgeflechten bestehenden Fischreusen, eine Fischfangmethode, die fast in Vergessenheit geraten ist. Eine Besichtigung wert sind die ehemaligen Herrenhäuser, wie die “Casa del Reloj”, wo Emilio Castelar, der berühmte spanische Politiker der Republik lebte, oder der Palast der Condes de Villar de Felices, der als das “Haus der Russin” bekannt ist.
Torrevieja
Die Hafenstadt Torrevieja ist umgeben von den weißen Salzbergen seiner Salinen. Landeinwärts liegen die beiden mit einander verbundenen Lagunen von La Mata und von Torrevieja. Bereits zu römischer Zeit wurde hier Salz gewonnen, den größten Aufschwung hatte die Salzproduktion im 19. Jahrhundert, als von hier aus die spanische Kolonie Kuba mit Salz versorgt wurde und im Gegenzug Zigarren und Rum nach Torrevieja kamen - und die Habaneras, jene Volkslieder, die die Seeleute übers Meer brachten. Zu den beiden Lagunen von La Mata und Torrevieja gehört heute ein Naturpark, der eines der wichtigsten Feuchtgebiete in ganz Europa ist. Die Pflanzenwelt variiert je nach Salzgehalt und Feuchtigkeit, über hundert Vogelarten haben hier ihre Brutstätten. Neben dem Naturpark erstrecken sich Sandstrände, die von Dünen mit reicher Vegetation gesäumt sind. An den zentrumsnahen Stränden stehen zahllose Hochhäuser, die spanischen Touristen oder mittel- und nordeuropäischen Residenten Unterkunft bieten. Dabei scheint das Wachstum schier unbegrenzt, unendlich die Zahl der neu entstehenden Reihenhaus-Siedlungen und Villen-Konglomerate.Tausende Deutsche, Engländer, Schweizer, Belgier fanden hier eine neue Heimat. Die größte Zahl offiziell gemeldeter Österreicher an der Costa Blanca ist ebenfalls in Torrevieja registriert. Die Neo-Residenten, die sich in einer dieser mehr als hundert Urbanisationen entlang der Strände und rund um die Stadt ansiedeln, lassen die Einwohnerzahl bereits auf die 80.000 Einwohner-Grenze zugehen. Vom alten Stadtkern ist nicht mehr viel erhalten, da ein Erdbeben 1829 großen Schaden angerichtet hat. Die heutige Kirche wurde erst 1844 im neo-klassizistischen Stil erbaut. Am Fischereihafen ist die alte Hafenmauer mit ihren Liegeplätzen zu besichtigen. Entlang der Strände führt eine breite Promenade mit Badeplätzen, Sporthäfen, Bars und Restaurants, die "Caldero", eine aus den Basiszutaten Fisch und Reis mit Fischsud zubereitete und über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Spezialität, anbieten. Am Fischereihafen, in den ehemaligen Salzlagern Antiguas Eras de la Sal, findet in der „Hauptstadt des Salzes“ jedes Jahr vom 11. bis zum 16. August ein besonderes Fest statt. In einem populären internationalen Seemannslieder- und Polyphoniewettstreit, dem „Certamen Nacional de Habaneras“ werden die alten Volkslieder, die aus Kuba kamen, gesungen.