
"Für die Rasse meiner Mutter, für die Wolkenleute singe ich heute mit meiner Seele; und voller Leben weine ich mit euch. Denn, wenn erst der Tod kommt, wozu sollten dann noch die Tränen, wozu meine Lieder gut sein?"
Willkommen auf dieser kleinen nichtoffiziellen Seite, die eine Hommage für die mixtekisch-nordamerikanische Autorin und Sängerin Lila Downs sein soll. Ich hatte auf dem Festival "Grec 1999" Gelegenheit, sie kennen zu lernen. Das Festival findet jedes Jahr mit großer Anteilnahme des Publikums in Barcelona statt. Lilas diesjähriger Auftritt war ein Riesenerfolg, der von tosendem Applaus begleitet wurde. Es überrascht die Qualität ihrer Kompositionen (einige traditionelle Stücke) und die Kraft ihrer Stimme, die sie virtuos moduliert und die von einer seltenen Schönheit und Ausdrucksstärke ist. Hoffentlich lernen wir bald mehr von ihr kennen. Es wird sich lohnen. Ich wünsche mir, dass ihr euch öffnet und die Musik mit ihren kulturellen Werten, die sie vermitteln will, genießt. Lila Downs steht für Toleranz, Vermischung der "Rassen", Bekenntnis zu ihren eigenen kulturellen Wurzeln, für Tradition und Modernität, eine authentische "world musician". Eine wirkliche Entdeckung, zu der ich von hier aus einlade. |

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Diskographie von Lila Downs:
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Um etwas mehr von Lila Downs zu wissen, werde ich nun einige Erklärungen anfügen, die in verschiedenen Medien veröffentlicht wurden (hauptsächlich in Mexiko), um uns ein Bild von ihren Motivationen und Projekten zu machen:
LILA HAT GESAGT...
"Ich bin in zwei Ländern aufgewachsen, in Tlaxiaco, Oaxaca und in Minneapolis, Minnesota, ich bin ausgesprochen gut dran, im Vergleich mit anderen Verwandten, die sich beim Auswandern "nass gemacht" haben. Ich habe viele Erfahrungen diesbezüglich in meiner Familie gemacht und ich identifiziere mich mit ihren Ureinwohner-Mitgliedern. Vielleicht habe ich denen gegenüber positivere Gefühle als gegenüber einigen Teilen der Familie, von denen ich die "Mestizenkultur" kennen gelernt habe, die in bestimmten Phasen meines Lebens sogar bis zur totalen Ablehnung meiner ursprünglichen Wurzeln führten. Das soll nicht heißen, dass ich das "mestizische" nicht respektiere, zu dem ich auch gehöre." "Eines der Themen, die mich am meisten interessieren, ist, darüber nachzudenken, wie wir die Ureinwohner-Kultur wieder aufnehmen können und gleichzeitig in einer modernen Wirklichkeit leben. Zusammen mit Freunden aus den Gemeinschaften der Trinquis, Mixteken und Zapoteken bin ich mit dem Gedanken groß geworden, dass alle unsere Ureinwohner-Gemeinden eine politische und gesetzliche Autonomie brauchen und einen großen Respekt von allen Seiten. Ihre Sprachen und nationalen Ideen müssen bestehen bleiben, ohne die Weltgeschehnisse zu vergessen, denn letztlich sind wir ja alle Teil dieser Welt." "Ich wuchs sozusagen mit zwei Realitäten auf, zwischen dem Traditionellen und dem Modernen, obwohl ich zugeben muss, dass ich mehr Zugang zum Modernen hatte. Es gibt Familienmitglieder, die mich bewundern, weil ich einen "Gringo"-Vater habe, woraus ich bisher immer Vorteile gezogen habe und es in den Dienst meiner künstlerischen Aktivitäten stelle. Aber niemals vergesse ich, dass ich mich in einer anderen Situation befinde als Andere, wie zum Beispiel meine Kusinen, die zur Gemüseernte in die USA gehen müssen, um Geld zu verdienen." "Es gibt ein paar Leute, die vielleicht denken, dass wir Mixteken ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen auswandern, aber ich glaube, dass es nicht so ist. Es gab eine Studie von Antropologen, die besagt, dass die Leute oft aus Neugier auswandern. Meine Großmutter sagte immer, schon als ich Kind war, dass irgend wann einmal die ganze Familie wegziehen werde, weil es woanders Arbeit gibt, aber auch, weil sie es wollen würde, weil man wegziehen müsste, weil man sich bewegen müsste." "Vor fünf Jahren fing ich an, im Bundesstaat Oaxaca professionell zu singen, danach erschienen meine eigenen mexikanischen Musikstücke und, durch Verschmelzung verschiedener Musikströmungen, entstanden die Stilrichtungen des "Cumbia-Rap" und der "Norteña-Bossa", und andere Kombinationen." "Als ich meinen Uniabschluss gemacht habe, wusste ich nicht genau, was ich wollte. Ich fuhr nach Oaxaca zurück und widmete mich dem Kommerz , indem ich in einer Percussion-Band in Ober-Mixtekien sang." "Wie für viele Künstler ist es für mich von vorrangiger Bedeutung, einen eigenen Ausdrucks-Stil zu finden, und vor allen Dingen den Weg dahin. In diesem Kampf sind Gelegenheiten aufgetaucht, bei denen ich meine Lieder einem heterogenen Publikum vorstellen konnte, so wie erst kürzlich während meines Auftritts bei der Expo 98 in Lissabon.".
"Ich möchte mit meiner Kunst bewirken, dass sich meine Landsleute stolzer fühlen, auf das, was wir sind, und auf unsere Sprache. Ich denke schon, dass wir einen gewissen Stolz haben, dass wir eine eigene Würde haben, aber wir tun uns schwer mit unserer Kultur und unserer Ursprache. Das unterscheidet uns von den Zapoteken, die ein gutes Stück extrovertierter als wir sind." "Ich möchte ein Bewusstsein für unsere Wurzeln schaffen, ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen. Es stört mich, dass wir uns dessen schämen, was wir sind." "Es dürfte keine Schranke zwischen der Welt der Mestizen und der modernen Welt geben." "Ich möchte immer wieder neu entdecken, was mir am meisten Spaß macht. Ich bin gerade erst in eine Dimension eingetreten, die mir zu überprüfen erlaubt, ob ein von mir ausgewähltes Lied mir wirklich gefällt. Früher machte ich mir Gedanken um andere Dinge, kümmerte mich mehr ums Publikum. Ich hoffe, mit mehr persönlichen Texten und Texten von mexikanischen Dichtern arbeiten zu können. Ich bedauere, dass man sich nicht um einen persönlicheren zeitgenössischen Ausdruck gekümmert hat. Genau den aber verleugnen die traditionellen Texte wie die "Sandunga" nicht, die, auf diese neue Art interpretiert, mich und andere bewegt." "Ich möchte eine Aufnahme mit Liedern von David Haro und Gedichten von Jaime Sabines machen; sehr dunkle Texte, wenn man so will, die vom Tod reden und von dieser sehr, sehr schwarzen Seite, die mich fasziniert.". "Meine Arbeit als Künstlerin besteht darin, meine Ideen und Reflexionen neu zu schöpfen, zu schreiben und zu singen, und zwar über Themen wie die Migration, die Frau und die Welt der Ureinwohner mittels einer Kombination verschiedener Musikstile." "Eigene Themen, die soziale Probleme und Probleme der Frau in Mexiko berühren, Stücke, inspiriert von den mixtekischen Kodizes, die die Inquisition überlebt haben, und Klassiker wie "Sandunga" oder "La llorona"." "Die Kommerzialisation von Kultur ist eine unleugbare Realität. Es hat immer spezielle Themen gegeben, die groß in Mode waren und von denen nachher keiner mehr spricht. Das ist etwas, das sich auf Grund der reifen Reflexion in der Gesellschaft entwickelt. Es wird immer eine kommerzielle Seite geben, aber auch eine des Gewissens, wie es in den 60er, 70er Jahren passierte, als große Veränderungen statt fanden. Das war möglich wegen einer Mentalität, die uns alle ansteckte." "Ich erkenne zur Zeit eine einen großen Einfluss des Hip Hop und das ist etwas, das ich nicht leugnen kann. Darin liegt der Unterschied zwischen einer Künstlerin und einer Antropologin. Ich könnte der reinen Lehre der Forschung auf dem Gebiet der traditionellen mexikanischen Musik folgen, aber ich fürchte, dass das nicht genug bringt." |
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Thanks to Matías Arroyo for a beautiful photo.
Einige Links:
- www.liladowns.com
Official web site.
- www.narada.com Narada Records.
- Olé
Productions
- Culturgest Artículo.
- Infosel en Línea Información Selectiva, S.A. de C.V. Acerca de "Árbol de la vida (Yutu
Tata)".
- Bitácora Kunst, Kultur, Turismus, Zerstreuung Artículo de Christian Zúñiga (Artikel von Christian Zúñiga)
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August 2000.
Deutsche Übersetung: Thomas Stork